Ich halte meine Umwelt fest, so wie ich sie im Moment sehe - Erfahrungen sammeln mit der Fotokamera
Thema
Ziel des Projekts
Dieses Projekt hat zwei Schwerpunkte: zum einen soll das Kind im Bildungsbereich Medien/Technik mittels der Fotokamera Erfahrungen sammeln, zum anderen soll das Kind mit Hilfe der Kamera seine Umwelt auf andere Art und Weise wahrnehmen (Umgebungsbewusstsein) und die visuelle Wahrnehmung fördern.
Das besondere in diesem Projekt ist die Arbeit mit der Sofortbildkamera, so dass die festgehaltenen Objekte greifbarer gemacht werden.
Teilnehmer
Die Kinder des Kinderladens KiezpiratenAblauf
Beginn und Dauer des Projekts
Am 7.1. 2009 wurde das Thema mit den älteren Kindern eingeführt. Das Projekt soll maximal 10 Tage dauern und endet mit einer Fotoausstellung.
Einige Themeninhalte des Projekts
- historische Kameras
- Aufbau verschiedener Fotokameras
- Wie halte ich die Fotokamera?
- Wie kommt das Objekt auf das Papier?
- Wie ziele ich mit der Kamera auf das Objekt?
- Was möchte ich in meiner Umgebung als Foto festhalten?
- Umgang mit der Sofortbildkamera
- Gestaltung der Fotoausstellung
In die Projektarbeit werden Ideen und Bedürfnisse der Kinder miteinbezogen. Aus diesem Grund entstand auch das Thema Ich halte meine Umwelt fest, so wie ich sie im Moment sehe. Die Kinder haben entschieden, ihre Umwelt zu fotografieren, statt sich selbst oder andere Personen.
Einführung- 1. Projekttag
Am ersten Projekttag wurde das Thema mit der Frage Wer hat schon mit einer Kamera Fotos gemacht? eingeleitet. Die Kinder haben rege von ihren Erfahrungen mit der Kamera berichtet.
Anschließend wurde die moderne Kamera- die Digitalkamera- vorgestellt. Da sie im Kita- Alltag oft gebraucht wird, war diese ihnen nicht fremd. Während der Vorstellung, wurde sie in der Runde rumgereicht, und die Kinder hatten die Möglichkeit sie auszuprobieren. Dabei entdeckte ein Kind das Display und entdeckte die anderen Kinder darauf.
Als das Display in den Ruhemodus kam, wurde Lara ermutigt den Auslöser zu drücken. Es erschien wieder ein Bild. Rene drückte sogar auf dem Knopf, so dass es plötzlich blitzte.
Daraufhin wurde den Kindern erklärt was ein Blitz ist, denn schließlich braucht man Licht um ein Foto zu machen. Nachdem die Funktion des Blitzes erörtert wurde, haben alle Kinder Portraitfotos von ihren Sitznachbarn bzw. von ihrem Gegenüber gemacht.
Anschließend leitete man den historischen Teil ein, indem die CLACK- Kamera gezeigt wurde. Die ERZ betätigte den Auslöser und fragte, wie die Kamera bezeichnet wird. Sie gab den Kindern einen Tipp: Was macht sie für ein Geräusch? Es machte ein Klack- Geräusch. Daraufhin riefen Melanie und Petra: Die macht klack! ERZ: Genau! Diese Kamera nennt man auch CLACK- Kamera.
Auch diese Kamera wurde herumgereicht. Dabei sollten die Kinder den Sucher finden. Das war gar nicht so einfach, weil die alte Kamera kein Display hat, wie eine Digitalkamera.
Ebenso lernten die Kinder auch eine Spiegelreflexkamera kennen. Die ERZ hat sie hinten zur Demonstration geöffnet. Auf diese Weise hatten sie Einsicht in den inneren Aufbau der Kamera.
Zur Veranschaulichung der verschiedenen Kameras in der Geschichte, hatte die ERZ Bücher zu diesem Thema mitgebracht, in denen Bilder von historischen Kameras und alte Fotografien abgebildet waren.
Mit Fotopapier wurde den Kindern veranschaulicht, wie der Zusammenhang von Licht und Negativen zur Entstehung des Bildes ist. Jedes Kind hat ein Fotopapier bekommen, und musste ganz schnell Gegenstände auf das Fotopapier legen. Nach einiger Zeit haben die Kinder die Gegenstände vom Papier entfernt und erkannten, dass die von den Objekten nicht bedeckten Flächen dunkler geworden sind. Irgendwas ist mit dem Papier passiert
Ergebnisse
ui, das Thema Fotografie ist gar nicht so einfach. Wir freuen uns auf die nächsten Tage.
Der Abschluss unseres Fotografie- Projekts Um unser Projekt abzuschließen, haben wir uns überlegt ein Elterncafé zu organisieren mit einfacher netter Unterhaltung.
Gegen 15:30 Uhr trudelten nach und nach alle eingeladenen Erwachsenen ein. Das Buffet haben die Eltern zusammengestellt mit Kaffee und Kuchen. Wir waren schon so aufgeregt auf die Eröffnung unseres Museums, aber vorher gab´s noch ein Theaterstück. Bianca hat uns das Bilderbuch Was?! vorgestellt. Das hat uns riesig gefallen, so dass wir die Geschichte gleich nachgespielt haben und tataaaaa wir hatten ein Theaterstück, das wir auf dem Elterncafé vorführen konnten. Unser Spielraum wurde zu einem richtiges Theater mit Vorhängen, die man am Anfang des Theaterstücks auf- und am Ende zuziehen konnte. Am Ende gab es ganz großen Applaus!
Endlich war es soweit! Mit zwei Erzieherinnen haben wir den Toberaum in ein Fotomuseum verwandelt. Dort hingen all unsere inszenierten Bilder. Über unseren Kunstwerken hingen die Doku- Bilder, damit die Erwachsenen nachvollziehen konnten, wie und wo wir unsere Fotos gemacht haben. Wir haben an alles gedacht: von einer Rauminstallation bis hin zur Absperrung, dass man nicht zu nah an unseren Kunstwerken kommt, und diese dann ausversehen beschädigt. In der Mitte des Raumes konnten die Erwachsenen die Kameras betrachten, die wir in unseren Morgenkreisen kennengelernt haben. Selbst die Sofortbildkamera, mit der wir gearbeitet haben, wurde ausgestellt. Am Eingang unseres Museums gab es eine Fotowand mit all den Fotokünstlern, die sich an dem Projekt beteiligt haben. Man, waren wir stolz! Doch bevor die Erwachsenen UNSER Museum betreten konnten, mussten sie ihre Eintrittskarten einlösen, die wir vorher gebastelt haben.
Oh man, haben die Erwachsenen gestaunt als sie endlich im Museum standen. So große Augen haben sie gemacht, was für tolle Bilder wir zusammengestellt haben! Natürlich hat uns allen interessiert wie die Ausstellung bei den Eltern angekommen ist, so dass wir noch eine Art Gästeplakat an der Wand hatten, auf der sie Kritik und besonders Lob schriftlich hinterlassen konnten!
Das Projekt hat uns unheimlich viel Spaß bereitet! Jetzt wissen wir was eine Sofortbildkamera ist, dass man unsere Bausteine von ganz vielen Seiten fotografieren kann und, dass man zuerst durch den Sucher schauen muss, bevor man auf den Auslöser drückt. Sonst hat man Bilder vom Boden oder Beine, die gar nicht auf dem Bild drauf sein sollten! Die Erzieher waren auch sehr zufrieden die sagten irgendwas von Berliner Bildungsprogramm, danach hätten wir ja gearbeitet was immer das auch ist (schmunzel).







