Stadt(T)räume
Thema
Unter dem Titel "Stadt(T)räume" und der damit verbundenen Fragestellung "Was müsste sich ändern, damit ich mich auf der Schöneberger Insel wohl fühle" starteten wir, mit der pädagogischen Zielsetzung, unser Projekt als eine längerfristige Zukunftswerkstatt.Teilnehmer
Die Kerngruppe der beteiligten Kinder setzte sich aus 34 TeilnehmerInnen im Alter von 10 bis 16 Jahren zusammen, der Anteil an Mädchen betrug ca. 20%, etwa 47% der Beteiligten haben einen Migrationshintergrund.
Das Projekt wurde streckenweise von sechs Ehrenamtlichen begleitet, wobei zwei Schülern der Oberstufe für ihr Engagement, ihre Unterstützung und ihren einfühlsamen Umgang, gerade mit den jüngeren TeilnehmerInnen hervorzuheben sind.
Ablauf
Mit der oben genannten Fragestellung gingen alle Beteiligten auf Entdeckungstour durch Ihren Kiez. Sie analysierten u. a. ihr direktes Wohnumfeld, interviewten Anwohner und Gewerbetreibende, nahmen die Freizeiteinrichtungen, Spielplätze, Grün- und Brachflächen unter die Lupe. In der Ideenwerkstatt war es möglich die Wünsche und Vorstellungen der Kinder und Jugendlichen zum Beispiel als Bild, Skulptur oder Landschaftsmodell unter fachlicher Begleitung umzusetzen. Ein Grossteil der entstandenen Werke wurde am 21. September 2007 in einer Ausstellung, die mit den Kindern und Jugendlichen vorbereitet wurde, der Öffentlichkeit präsentiert.Ergebnisse
Während des Projektes Stadt(T)räume zeigte sich, dass vielen Kindern und Jugendlichen ihr nahes Umfeld zwar bekannt ist, dass dieses Wissen jedoch auf einen Umkreis von ca. 500-800 Metern begrenzt ist, es sei denn es handelt sich um größere Freizeitangebote. Einmal dazu angeregt sich die Umgebung näher zu betrachten, setzten sich viele der SchülerInnen kritisch mit ihrer Umwelt und ihren Beitrag zur gemeinsamen Lebenssituation im Stadtteil auseinander. So wurde es vielen wichtig, dass nicht nur sie sich in ihrer Vision vom Kiez wohl fühlen, sonder Andere auch und vielen wurde bewusst, dass Zukunft nicht geschieht sondern gemacht werden kann.
Gerade durch das Befragen andere AnwohnerInnen und Gewerbetreibender und der späteren Ausstellung, konnten gegenseitig viele Vorurteile abgebaut werden. Anwohner boten spontan ihrer Hilfe bei ähnlichen Projekten an oder meinten: man solle sich ruhig an sie wenden, wenn einem mal was fehle.
Bestehende Kooperation mit Schulen, Schulstationen und anderen Kinder- Jugendeinrichtungen sowie Nachbarschafts- und sonstigen kommunalen Einrichtungen wurden während des Projektes vertieft, bzw. neue Vernetzungen sind im Aufbau. Als eine durch das Projekt neu entstandene Kooperation sind vor allem die Angebote von zwei Künstlerinnen zu nennen, die im Bereich Mode eine Zusammenarbeit mit unserer Mädchengruppe anboten. Auch entstand so etwas wie eine kleine SchülerInnen Praktikums - Böse zwischen den Gewerbetreibenden und den älteren (15-16 jährigen)TeilnehmerInnen.
Die Resonanz der regionalen Presse, die während der Ausstellungseröffnung anwesend war ist noch nicht feststellbar, da die Lokalzeitungen noch nicht erschienen sind.
Ein Ausblick in die Zukunft: In einem erneuten Plenum mit allen Beteiligten werden wir klären, hinter welcher realisierbaren Idee wir unsere geballte Kraft stecken werden. Diese Idee(n) werden wir durch unseren Vertreter in das Kinder- und Jugendparlament einbringen, die AG Mitbestimmung des Bezirksamtes, die Spielplatzkommission sowie betroffene Ämter und Behörden kontaktieren, nach möglichen Geldgebern schauen und so versuchen von der Vision zur Realität zu gelangen.








