Naturpädagogik

Aufenthalte in der Natur sind wertvoll für die kindliche Entwicklung, um Verbundenheit mit sich selbst, anderen Menschen und der Erde zu spüren. Nicht zuletzt brauchen wir frühe Naturerfahrungen letztendlich auch für die Entwicklung eines Umweltbewusstseins.

Mit unserem naturpädagogische Angebot möchten wir die Kinder in unseren Einrichtungen dazu befähigen, kleine und große Naturschutzentscheidungen selbst zu treffen.

Wie wir arbeiten

Derzeit besteht unser Team aus vier Kolleg:innen, die in einem festen Rhythmus alle Kitas und eFöB-Bereiche des TÄKS e.V. für einige Stunden in der Woche besuchen. Das Angebot ist in den Wochenplänen der Einrichtungen integriert und wird spontan oder nach Absprache auch regelmäßig ergänzt durch sonstige pädagogische Aufgaben, die während der Einsatzzeit anfallen.

Wir orientieren uns inhaltlich und methodisch am Berliner Bildungsprogramm, an Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) und Joseph Cornells Flow Learning Konzept. Was die Kinder können, wissen und erfahren wollen ist maßgeblich für uns. Weiterhin nutzen wir den Situationsansatz. Wir greifen spielerisch die Themen der Kinder sowie auch das, was gerade um uns herum geschieht auf.

Mögliche Themen im Rahmen unsere Arbeit sind beispielsweise Jahreszeiten und Wetter, der Anbau von Obst, Gemüse und Kräutern, Lebensmitttelverarbeitung und gesunde Ernährung, Tiere in der Stadt oder im Wald, Artenvielfalt und Artenschutz, Energie, Wasser, Bionik, Müll und viele mehr. Wir gestalten die Gartengelände und beobachten, forschen, experimentieren, werken, konstruieren, sammeln, formen, malen, spielen oder stellen her.

Unsere Ziele

Wir möchten die Kinder im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung dabei begleiten, Naturphänomene voller Neugier auf spielerische und kreative Weise zu erforschen und sich dabei handlungs- und gestaltungsfähig zu erleben. Wir möchten ihr Wissen um kleine und große Zusammenhänge und Kreisläufe der Welt und deren Bedeutung für heutige und zukünftige Generationen fördern. Die Natur in ihrer Umgebung hautnah zu erleben und eine freudvolle, positive Beziehung zu ihr aufzubauen, ist dabei ein zentraler Bestandteil. Denn vor allem das, was für uns in unserem Leben eine emotionale Bedeutung hat, sind wir auch bereit zu schützen.

Wo wir arbeiten

Wir nutzen den trägereigenen Kiezgarten und den Garten der Einrichtung LOK18 in Schöneberg, den Piratengarten und den BABB-Garten in Kreuzberg sowie den Garten der Kita Tietzer Strolche in Reinickendorf für unsere Arbeit. Ebenso sind wir regelmäßig unterwegs auf dem Tempelhofer Feld, in Parks und (Lehr-)Gärten, auf Kinderbauernhöfen oder in Gartenarbeitsschulen.

Wir bieten den Kindern in diesen Räumen neben dem Freispiel offene pädagogische Angebote. So können wir beispielsweise die Ideen und Fragestellungen der Kinder in die Gartenplanung und Angebote einbeziehen und die Umsetzung dieser Ideen gemeinsam angehen. Bei der Gestaltung der Gärten des Trägers legen wir Wert auf Naturmaterialien und auch ein wenig Mut zu Wildnis und Artenvielfalt in der Bepflanzung. Die Gärten werden damit nicht nur zur Oase für Kinder, Familien und Mitarbeiter:innen, sondern auch ein wertvoller Teil und Lebensraum der Stadtökologie, in denen unsere Möglichkeiten spannende Lebewesen zu entdecken zunehmen.